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Konzepte und Methoden

Das Frostig-Konzept

Marianne Frostig gilt als eine Pionierin auf dem Gebiet der Diagnostik, Pädagogik und Therapie von Kindern mit Lernstörungen. Selber vielseitig als Pädagogin, Psychologin, Sozialarbeiterin und Rhythmiklehrerin ausgebildet, gründete sie 1951 in Los Angeles, Kalifornien, die Marianne Frostig School of Educational Therapy und entwickelte dort, und später in Pasadena, Test- und Therapieprogramme in den Bereichen von Bewegung und Wahrnehmung.

Das Frostig-Konzept als neuropsychologisches Behandlungsverfahren entwickelt, dient der Behandlung von Kindern mit Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen. Mit dem weltweit bekannten und erprobten Frostig- Programm zur frühzeitigen und systematischen Förderung der visuellen Wahrnehmungsfunktionen wird die allgemeine Wahrnehmung verbessert und die Gefahr des schulischen Versagens vermindert.

Grundlage dieses Programms stellte der Frostig-Test der visuellen Wahrnehmung (FEW) dar, heute aktualisiert und neu aufgelegt als DTVP 2 (Developmental Test of Visual Perception). Beide umfassen mit verschiedenen Untertests Grundfunktionen der visuellen Wahrnehmung, wie Auge-Hand-Koordination, Figur-Grund-Unterscheidung, Formkonstanz, Identifikation und Reproduktion von Gestalten.

Des Weiteren entwickelte Marianne Frostig den Frostig-Test der motorischen Entwicklung (FTM), der eine diagnostische Testbatterie zur Beurteilung der sensomotorischen Entwicklung von Kindern für die Bewegungsmerkmale Koordination, Beweglichkeit, Gelenkigkeit, Kraft und Gleichgewicht enthält. Zudem kann ein entsprechendes Trainingsprogramm zusammengestellt werden.

Das Frostig-Konzept verbindet somit durch seinen ganzheitlichen Ansatz die kindliche Entwicklungsförderung und die Behandlung von Lern- und Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen.